LVW goes International am ECCC in Albufeira
Albufeira, 8. Februar 2026 – Wenn man von einer „Reise mit Hindernissen“ spricht, meint man normalerweise die Hürden auf der Tartanbahn. Doch für das Mixed-Relay-Team der LV Winterthur begann der European Champion Clubs Cup bereits in der Luft als episches Drama.
Schon die Anreise am Samstag glich einem Thriller. Geplant war die Landung in Lissabon, doch die Natur hatte andere Pläne. Während Sturmböen peitschten, musste der Pilot kurz vor dem Aufsetzen das Triebwerk aufheulen lassen: Durchstarten! Landung in Faro. Während das Team Boden unter den Füßen gewann, flog ihr Gepäck inklusive der Ausrüstung zurück nach Lissabon. Ein logistischer Albtraum, der nur durch die eiserne Disziplin der Athleten entschärft wurde: Fast alle hatten ihre Wettkampfschuhe im Handgepäck – als hätten sie geahnt, dass dieser Trip kein Spaziergang würde.
Die Ruhe vor dem Sturm
Unter der erfahrenen Leitung von Bruno Bachmann und Ramon Schweizer liess sich die Truppe nicht beirren. Die Strecke in Albufeira? Ein Traum aus Hindernissen, steilen Rampen und tückischen Kurven. Trotz der sintflutartigen Regenfälle blieb der Boden fest – eine Bühne, bereit für Helden. Doch die Nacht im Athletenhotel bot keine Erholung: Ein gellender Feueralarm riss die Läufer aus dem Schlaf. Kälte, Lärm, Adrenalin zur falschen Zeit. Doch wer die LVW kennt, weiss: Das schweisst nur noch enger zusammen.
Der Kampf im Callroom
Am Renntag brannte die portugiesische Sonne, als David Knaus das Rennen gegen die teils europäische Elite aus Frankreich, Spanien und Irland eröffnete. Das Tempo? Mörderisch. David biss sich fest, hielt den Anschluss und übergab den Stab nach einer Willensleistung an Andrina Lustenberger.
Andrina peitschte über den Kurs, hielt dem Druck der internationalen Konkurrenz stand und bereitete die Bühne für die Aufholjagd des Tages. Nino Freitag zündete den Turbo, saugte sich Meter um Meter an das Feld heran und schloss die Lücke zum Vordermann.
Dann der Wechsel auf Anna Peter. Mit dem Messer zwischen den Zähnen jagte sie die Konkurrenz. An der steilsten Steigung des Kurses zeigte sie ihre Klasse: Während die Konkurrenz blau wurde, zog Anna mit einem unwiderstehlichen Antritt vorbei.
Am Ende verbuchte die LV Winterthur in diesem Feld den 7. Rang. Was auf dem Papier nach einer Platzierung klingt, war in der Realität ein Triumph des Willens gegen Flugchaos, Schlafmangel und die europäische Spitze.