News LVW

03.01.2019

Adi down under

Wie Vielen von euch möglicherweise schon bekannt ist, bin ich seit Anfang Dezember in Sydney. Da ich eine berufliche Ausbildung, die einjährige Vollzeit-BMS und schliesslich auch die Rekrutenschule abgeschlossen habe, entschloss ich mich dazu, ein neues Kapitel in meinem Leben zu starten. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein, um mich auf mein grosses Ziel – die U23 Europameisterschaften in Gävle (SWE) – vorzubereiten.

 

Am Abend des 5.12.18 hob ich ab und erreichte die unvorstellbar grosse Stadt nach 25 Stunden Flug am folgenden Freitagmorgen.
In meiner neuen Trainingsgruppe wurde ich sehr herzlich aufgenommen und fühlt mich von Anfang an sehr willkommen. Gabe, der mittlerweile nicht nur ein guter Trainingskollege, sondern auch fast schon ein guter Freund von mir geworden ist, hat mich sogar am Flughafen empfangen. Mit etwas Jetlag suchte ich am ersten Tag erstmal etwas Erholung am weltbekannten «Bondi Beach». Ich bin aber nicht in Sydney, um auf der faulen Haut zu liegen: Ich setzte mein in der Schweiz gestartetes hartes Aufbautraining deshalb schon am folgenden Tag fort. Ich begab mich also zum Olympic Park, in welchem die Olympischen Spiele des Jahres 2000 stattfanden und der ca. eine Stunde Zugfahrt vom Zentrum entfernt liegt, wo ich meine neuen Trainingskollegen kennenlernen und erstmals die warme Trainings-Luft schnuppern konnte. Dort angekommen, war ich von ihren «facilities» ziemlich überwältigt: Neben dem grossen Olympiastadion befindet sich ein kleineres Stadion und der «Warm-Up-Track», welcher vor zwei Jahren mit neuem Tartan ausgerüstet wurde und hauptsächlich für Trainingszwecke genutzt wird. Die Bedingungen sind also hervorragend und ich fühlte mich sofort gut.

 

Es ist das erste Mal in meiner Stabhochsprung-Karriere, dass ich bei einem neuen Coach und zugleich in einem fremden Land trainiere. Dank meinem Coach Patrick Schütz konnte ich schon sehr viel erreichen und viel über mich selbst lernen. Ich bin froh, ein Wissen über diverse Trainingseinheiten zu besitzen, welches ich nun durch neue Inputs erweitern und stetig anwenden kann.

Neben dem Trainieren lebe ich in einer Gastfamilie und besuche immer morgens eine Sprachschule, um mein Englisch zu verbessern. Zugleich ist es immer hilfreich, einen Ausgleich zum Sport zu pflegen.

 

Ich werde hier in Sydney die Schweizerische Indoor Saison outdoor absolvieren und Wettkämpfe von Mitte Januar bis Ende Februar absolvieren. Ich hoffe dabei auf gute Wetterbedingungen. Meine Form sollte bis dann optimal sein und mir lang erhoffte Höhenflüge ermöglichen.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten und Anfangs März wieder zurück in Winterthur auf dem Platz stehen, um mich optimal auf die wichtige Sommersaison 2019 vorzubereiten.

Hiermit möchte ich mich auch bei meinem verständnisvollen und immer hilfsbereiten Coach schützling66 und dem Projekt Tokio2020, welches mich seit einem Jahr unterstütz, sehr bedanken.

 

Als kleiner Exkurs und Vergleich zum neuen Jahresbeitrag der LV Winterthur ein kleiner Einblick in die Preisverhältnisse Australiens: Alleine ein Training auf der Rundbahn kostet einen Athleten, welcher nicht im Nationalkader ist, 4$ pro Besuch – Krafträume nicht inklusive, welche durchschnittlich 20$ die Woche kosten. Auch meine professionelle Trainerin steht nicht kostenlos auf dem Platz. Insgesamt sind es also weitaus mehr Ausgaben in drei Monaten als in der LVW in einem Jahr.

 

Liebe Grüsse Euer

Adi (Adrian Kübler)

 

 

< zurück zur Übersicht


SOLUTION·CH